»Abtrünniges Blut«
 

Über mich ...

gibt es gar nicht so viel zu sagen. Ich lese selbstredend gerne und viel - lasse mich dabei aber ungerne auf ein Genre festlegen. Eigentlich lese ich alles, was mir in die Finger kommt, ob Weltliteratur, Fantasy-Schinken oder PKW-Betriebsanleitung. Manchmal sind die Grenzen da ja auch fließend.

Die britische Literatur und Kultur haben es mir jedoch besonders angetan, das mag ich nicht zu verschweigen. Und obwohl ich in Deutschland geboren bin und die meiste Zeit hier lebe, liegt ein Teil meiner geistigen Heimat dort drüben, jenseits des schmuddeligen Kanals. In Windsor habe ich für eine Zeit auf einem Boot gewohnt, mit Freunden betrunken die Malverns erkundet, beim Joggen in Berkshire einige gute und weniger gute Schreibideen bekommen - so etwas prägt, ob man will oder nicht.

Eigentlich möchte ich seit langem ein Kinderbuch schreiben - eine illustrierte Gute-Nacht-Geschichte für Kinder wie meinen Sohn, der mittlerweile jedoch gar keine Lust mehr auf solche Geschichten hat. Dabei wär sie so toll, diese Geschichte. Ein Zoo käme darin vor, und auch ein frecher Papagei. Nun, dieser Zug ist - zumindest bei uns daheim - abgefahren.

Ein Thriller ist es statt des Kinderbuches also geworden, nach vorherigen Ausflügen in das Schreiben von Sachbüchern. Ein Thriller, der im Jahr 1748 in London spielt. Ein Thriller, der die Welten eines Jack the Ripper und einer Jane Austen vereint (zeitliche Korrektheit nicht beabsichtigt. Jack und Jane waren später).   

Und während das »Abtrünnige Blut« jetzt gemächlich die Themse hinunterfließt, juckt es mir in den Fingern, jene Welt des John Shinfield, Esquire fortzusetzen. Es gibt noch so viel zu erzählen. Von hochherrschaftlichen Übeltätern, politischen Intrigen, Geschöpfen aus der Unterwelt. Es gibt noch so viele Schandtaten, die es aufzuklären gilt.